30-lehrpfad

Exkursion zu den beiden Anschlussdenkmälern in Oberschützen

Am Nachmittag des 14. Juni unternahmen die Schülerinnen und Schüler der 4C gemeinsam mit ihrer Lehrerin Prof.in Goger-Kassanits einen Lehrausgang zu den beiden Anschlussdenkmälern in Oberschützen.
Dabei wurde in sieben Stationen und 20 Texten die Geschichte der Zwischenkriegszeit, des Burgenlandes und speziell der Region wiederholt. Das große Denkmal war den Jugendlichen zumindest bekannt, jedoch wussten viele nicht, was es wirklich mit dem Bauwerk auf sich hatte. Umso eindrücklicher waren dann auch die Reaktionen bei der Nachbesprechung der Exkursion:

„Es sollte in Österreich niemals mehr eine Diktatur geben, weil es einfach nur schlimm für die Bevölkerung ist. (...) Was mich geschockt hat ist, dass jeder Stein des Mahnmals für mindestens ein Opfer dieser Zeit stehen könnte. Wahrscheinlich gibt es noch sehr viel mehr. Ich bin sehr froh, dass ich nicht in der Zeit der Zwischenkriegszeit und des Zweiten Weltkrieges leben musste.“ (Laura)

„Das Anschlussdenkmal übermittelt uns heute, dass eine so schreckliche Zeit nicht mehr wiederkommen darf. Wenn man daran denkt, wie viele Menschen damals aufgrund des Krieges und der Verfolgung gestorben sind oder ermordet wurden, läuft es einem schon kalt über den Rücken.“ (Cecilia)


Die beiden Denkmäler erzählten den Jugendlichen viele Geschichten – beginnend vom Ende des Ersten Weltkrieges bis in die jüngste Vergangenheit. Die zentrale Frage dabei war: Wie konnte es so weit kommen? Auch wenn Antworten in der Analyse der Vorkriegs- und Kriegszeit gefunden werden, diese Frage muss in den Köpfen bleiben und muss immer wieder neu gestellt und diskutiert werden. Die Arbeit im Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung erfordert eine ständige Auseinandersetzung mit Gedächtnis- und Erinnerungskultur. Die Konfrontation mit der „Last der Vergangenheit“, die sich regional in den beiden Anschlussdenkmälern spiegelt, ist deshalb ein konstanter Auftrag.